Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist nach § 40 SGB V von allen gesetzlichen Krankenkassen als Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig (OPS 8-918).

Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle (also auch ältere Patienten) gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden.

Fußsyndrom
diabetisches Fußsyndrom

Manch ein Besucher dieser Seite wird sich wundern, warum das Thema diabetisches Fußsyndrom mit der Schmerztherapie in Verbindung gebracht wird. Die Antwort ist ganz einfach: die spezielle Schmerztherapie verfügt über eine Therapiemethode, die gerade bei einem Fußsyndrom äußerst hilfreich ist und sogar kausal (= den Ursachen entgegen) wirkt (siehe unten). Außerdem klagen viele Patienten mit einem Fußsyndrom auch über Schmerzen.

Daß die spezielle Schmerztherapie, insbes. die kontinuierliche Blockademethoden, gerade bei Durchblutungsstörungen sehr hilfreich ist, konnte im Rahmen einer Doktorarbeit an der Universität Heidelberg nachgewiesen werden: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2000/646/pdf/DOKTOR.pdf (einfach anklicken)

Der Begriff "diabetisches Fußsyndrom" bezeichnet bezeichnet (oft schmerzhafte) Geschwüre, die im Rahmen einer Zuckerkrankheit im Bereich des Fußes auftreten.

Ein diabetisches Fußsyndrom kann drei Ursachen haben:

  1. Polyneuropathie. Die Zuckerkrankheit kann ja zu dieser Erkrankung führen, es handelt sich dann um die sog. diabetische Polyneuropathie. Dabei kommt es zu einer Schädigung der peripheren (= von der Körpermitte entfernt befindliche) Nerven in Ar men und Bei nen (einschl. Fu ß). Typisch ist eine ungewöhnliche Trockenheit der Haut des Fu ß es. Da bei Fortschreiten der Erkrankung die Sensibilität (= nervliche Empfindlichkeit) immer weiter nachläßt (der Diabetiker spürt nicht mehr, wo ihn "der Fu ß" drückt), bleiben (auch kleine) Verletzungen zunächst unbemerkt, was natürlich die Ausbildung eines Fußgeschwür s sehr begünstigt. Die begleitende Einschränkung der Motorik (= Bewegungsvermögen) kann zu Deformitäten führen, was die Entstehung eines diabetischen Fu ß es zusätzlich fördern kann.
    Natürlich kann es auch bei einer nicht diabetische n Polyneuropathie zu einem Fußgeschwür kommen.

  2. Arterielle Durchblutungsstörungen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die periphere arterielle Verschlußkrankheit. Im Unterschied zur diabetische n Pol yneuropathie ist der Fu ß blaß und kalt, evtl. bläulich verfärbt. Die Fu ß pulse sind nicht tastbar, die Sensibilität (= nervliche Empfindlichkeit) ist aber erhalten.

  3. Pol yneuropathie und Durchblutungsstörungen, also die gemischte Form

Statistische Angaben zur Frage, welche der genannten Ursachen mit welchem Prozentanteil ein diabetisches Fußsyndrom bewirken, sind alles andere als einheitlich.

Nicht selten infiziert (= Eindringen von Mikroorganismen, hpts. Bakterien) sich ein diabetisches Fußsyndrom. Die En tzündung kann in benachbarte Knoc hen durchbrechen und dort zu einer Osteomyelitis führen.

Mögliche Spätfolgen: Fu ßamputation

Behandlung bei einem Fußsyndrom (diabetisches):

Neben einer entsprechenden Wundbehandlung (Ausführliches hierzu unter: www.medizinfo.de/wundmanagement/ulcus.htm) muß die gestörte, lokale (= örtliche) Mikrozirkulation wieder in Gang gebracht werden, sonst kann ein diabetische Fußsyndrom nicht abheilen.
Dies gelingt relativ zuverlässig mit einer kontinuierlichen Ischias-Blockade mittels Katheter
(Klatt und Les er 1994) bei gleichzeitig effektiver Schmerzbekämpfung.
Bei dieser Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem Gesä ß, den Ischiasnerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (= Gewebsumhüllung) ein. In den folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung eingespritzt. Je nach Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Ner ven zu einer Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit. In dieser Situation kann dann auch intensiv krankengymnastisch behandelt werden.
Da dieser Nerv auch vegetative (= das unwillkürliche Nervensystem betreffende) Fasern mit sich führt, kommt es begleitend im korrespondierenden Gewebebereich zu einer Sympathikolyse (= Aufhebung eines gefäßverengenden Nervenreizes) und damit zu einer deutlichen und in der Regel auch anhaltenden Mehrdurchblutung, wie sie medikamentös systemisch (= durch eingenommene oder gespritzte Durchblutungsmittel) nie erreicht werden kann. Diese Mehrdurchblutung wirkt auch einer Pol yneuropathie deutlich entgegen, indem sie den Nervenzellstoffwechsel optimiert.

Besonders effektiv ist beim Fußsyndrom auch die Kombination dieser Blockademethode mit einer Alprostadil - Infusionsserie.

Wichtig ist natürlich bei einem diabetischen Fußsyndrom auch die optimierte Behandlung der Begleitkrankheiten bzw. das Management möglicher Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Nikotin).

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Eine Auswahl weiterer Schmerzthemen
Zu allen Schmerzthemen (734) gelangen Sie hier: www.schmerz.com/schmerzthemen (einfach nur anklicken)

Aktualisiert:>25.09.2008</> kusb&
M
Mortonneuralgie, Multiple Sklerose (www.neuralgie-postzosterische.de/multiple-sklerose), Mundbrennen, Muskelschmerzen (www.muskelschmerzen.org), Myoarthropathie, Myofaziale Dysfunktion, myofasziales Syndrom,
N
Nackenschmerz (www.nacken-schmerz.de), Nackenschmerzen (www.nackenschmerzen.org), Nacken-Schulter-Arm-Syndrom, Nacken-Zungen-Syndrom, Nasennebenhöhlenentzündung (www.nasen-nebenhoehlenentzuendung.de), Nasoziliarneuralgie, Nasociliaris-Neuralgie, Nebenhöhlenentzündung (www.nebenhoehlenentzuendung.de), Neck-Tongue-Syndrom, Nervenengpasssyndrom, Nervenkrankheiten,Nervenschmerz (http://www.nervenschmerz.eu), Nervenwurzelentzündung, Nervenwurzelkompressionssyndrom, Nervenwurzelreizsyndrom, Nervus petrosus-Neuralgie, Neuralgie (www.neuralgie.com), Neuralgie des Ganglion pterygopalatinum, Neuralgie des Glossopharyngeus, Neuralgien, Neuralgie-postzosterische, Neuralgische Schulteramyotrophie, Neuralgie nach Gürtelrose, Neurodystrophie, Neuronitis, Neuropathie, neuropathischer Schmerz (www.neuropathischer-schmerz.com) (1), neuropathischer Schmerz (http://www.neuropathischer-schmerz.eu)(2)
O
Oberbauchschmerzen (http://www.oberbauchschmerzen.eu), Ohrensausen (www.ohren-sausen.com), Ohrenentzündung, Ohrenschmerz (www.ohrenschmerz.com), Offene Beine (www.beine-offene.de), Okzipitalneuralgie (www.okzipitalneuralgie.de), Okzipitalisneuralie, Olisthesis, Omalgie (http://www.omalgie.eu), Omarthritis (www.omarthritis.de), Omarthrose (http://www.omarthrose.eu), Orofaziales Schmerzsyndrom, Omarthrose (www.omarthrose.de), Osteoarthritis (www.osteo-arthritis.de), Osteoarthrosen, Osteochondritis, Osteochondrose, Osteodystrophia deformans, Osteomalazie (http://www.osteomalazie.eu), Osteomyelitis (www.osteo-myelitis.de), Osteoperiostitis, Osteoporose (http://www.osteoporose.tv), Ostitis (http://www.ostitis.eu), Ostitis deformans, Ostitis pubis, Otitis externa, Ovarialgie,

Schmerzklinik (1), Schmerzklinik (2) Schmerzklinik (3)

Impressum

www.fussyndrom.de <strong>diabetisches Fußsyndrom</strong>