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Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle (also auch ältere Patienten) gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden.
Fußsyndrom
diabetisches Fußsyndrom
Manch ein Besucher dieser Seite wird sich wundern, warum das Thema diabetisches Fußsyndrom mit der Schmerztherapie in Verbindung gebracht wird. Die Antwort ist ganz einfach: die spezielle Schmerztherapie verfügt über eine Therapiemethode, die gerade bei einem Fußsyndrom äußerst hilfreich ist und sogar kausal (= den Ursachen entgegen) wirkt (siehe unten). Außerdem klagen viele Patienten mit einem Fußsyndrom auch über Schmerzen.
Daß die spezielle Schmerztherapie, insbes. die kontinuierliche Blockademethoden, gerade bei Durchblutungsstörungen sehr hilfreich ist, konnte im Rahmen einer Doktorarbeit an der Universität Heidelberg nachgewiesen werden: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2000/646/pdf/DOKTOR.pdf (einfach anklicken)
Der Begriff "diabetisches Fußsyndrom" bezeichnet bezeichnet (oft schmerzhafte) Geschwüre, die im Rahmen einer Zuckerkrankheit im Bereich des Fußes auftreten.
Ein diabetisches Fußsyndrom kann drei Ursachen haben:
Polyneuropathie. Die
Zuckerkrankheit kann ja zu dieser Erkrankung führen, es handelt sich dann um
die sog.
diabetische Polyneuropathie.
Dabei kommt es zu einer Schädigung der
peripheren (= von der Körpermitte entfernt befindliche)
Nerven in Ar men und Bei
nen (einschl. Fu ß). Typisch ist eine ungewöhnliche Trockenheit der
Haut des Fu ß es. Da bei Fortschreiten
der Erkrankung die Sensibilität (= nervliche
Empfindlichkeit) immer weiter nachläßt (der Diabetiker spürt
nicht mehr, wo ihn "der Fu ß" drückt), bleiben (auch kleine) Verletzungen
zunächst unbemerkt, was natürlich die Ausbildung eines
Fußgeschwür
s sehr begünstigt.
Die begleitende Einschränkung der Motorik (=
Bewegungsvermögen) kann zu Deformitäten führen, was die
Entstehung eines diabetischen Fu ß es zusätzlich fördern kann.
Natürlich kann es auch bei einer nicht
diabetische n
Polyneuropathie zu einem
Fußgeschwür kommen.
Arterielle Durchblutungsstörungen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die periphere arterielle Verschlußkrankheit. Im Unterschied zur diabetische n Pol yneuropathie ist der Fu ß blaß und kalt, evtl. bläulich verfärbt. Die Fu ß pulse sind nicht tastbar, die Sensibilität (= nervliche Empfindlichkeit) ist aber erhalten.
Pol yneuropathie und Durchblutungsstörungen, also die gemischte Form
Statistische Angaben zur Frage, welche der genannten Ursachen mit welchem Prozentanteil ein diabetisches Fußsyndrom bewirken, sind alles andere als einheitlich.
Nicht selten infiziert (= Eindringen von Mikroorganismen, hpts. Bakterien) sich ein diabetisches Fußsyndrom. Die En tzündung kann in benachbarte Knoc hen durchbrechen und dort zu einer Osteomyelitis führen.
Mögliche Spätfolgen: Fu ßamputation
Behandlung bei einem Fußsyndrom (diabetisches):
Neben einer entsprechenden Wundbehandlung
(Ausführliches hierzu unter:
www.medizinfo.de/wundmanagement/ulcus.htm)
muß die gestörte, lokale (= örtliche)
Mikrozirkulation wieder in Gang gebracht werden, sonst kann ein
diabetische Fußsyndrom nicht abheilen.
Dies gelingt relativ
zuverlässig mit einer
kontinuierlichen Ischias-Blockade mittels
Katheter (Klatt und Les er 1994) bei gleichzeitig effektiver Schmerzbekämpfung.
Bei dieser
Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem Gesä ß,
den Ischiasnerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen
Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (=
Gewebsumhüllung) ein. In den
folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine
verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung eingespritzt. Je nach
Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Ner ven
zu einer
Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit. In dieser
Situation kann dann auch intensiv krankengymnastisch behandelt werden.
Da dieser Nerv auch vegetative (=
das unwillkürliche Nervensystem betreffende)
Fasern
mit sich führt, kommt es begleitend im korrespondierenden Gewebebereich zu einer
Sympathikolyse
(= Aufhebung eines gefäßverengenden
Nervenreizes) und damit zu einer deutlichen und in der Regel auch
anhaltenden Mehrdurchblutung, wie sie
medikamentös systemisch (= durch eingenommene oder gespritzte
Durchblutungsmittel) nie erreicht werden kann. Diese Mehrdurchblutung
wirkt auch einer Pol yneuropathie deutlich
entgegen, indem sie den Nervenzellstoffwechsel optimiert.
Besonders effektiv ist beim Fußsyndrom auch die Kombination dieser Blockademethode mit einer Alprostadil - Infusionsserie.
Wichtig ist natürlich bei einem diabetischen Fußsyndrom auch die optimierte Behandlung der Begleitkrankheiten bzw. das Management möglicher Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Nikotin).
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Aktualisiert:>25.09.2008</>
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